Aktuelle Informationen

Dezember 2013

„Revue de vie“ gestartet!

Die Arbeit geht weiter: Unser neues Projekt heißt „Revue de vie“, ein internationales Projekt in einer internationalen Stadt. In Berlin wie auch im Berliner Strafvollzug treffen Menschen aus vielen Nationen, mit vielen Religionen, Kulturen und Migrationserfahrungen aufeinander. Ziel des Projektes ist es, diese Vielfalt als Chance, als Ressource zu begreifen. „Revue de vie“ greift auf eine lange Vorerfahrung mit Theater- und Musikprojekten sowie mit politischer Bildung im Strafvollzug zurück. In vielen Jahren haben wir gelernt, dass wir mit unserer Arbeit die Teilnehmenden aufmerksam für sich und andere machen können, dass sie sich öffnen und verändern können, dass sie über ihren Lebensweg reflektieren. Das Projekt will im doppelten Wortsinn Revue de vie sein: Zum einen bringt es die Arbeit von theater-und musikpädagogischen Werkstätten mit Inhaftierten als bunte Revue über das Leben auf die Bühne. Zum anderen soll es Inhaftierten einen Ort geben, in dem sie ihr Leben und Handeln Revue passieren lassen können, um daraus für ihre verantwortungsvolle Rückkehr in die Gesellschaft zu lernen. (Weitere Informationen zum Projektverlauf finden Sie unter www.minor-kontor.de).


Juni 2013

GKG-Abschlussveranstaltung in Grünen Salon


Foto: Khaled Mozher

Mit der Abschlussveranstaltung am 14. Juni 2013 im Grünen Salon der Volksbühne Berlin fand die erfolgreiche Arbeit im Projekt Gefängnis-Kunst-Gesellschaft seinen Abschluss.
In der von Marion Brasch moderierten Veranstaltung präsentierten Inhaftierte aus den Offenen Vollzügen der Jugendstrafanstalt und der Justizvollzugsanstalt für Frauen eine Collage aus Tango, Musik und Schauspiel zum Thema »Entscheidungen«. Gezeigt wurden auch Fotos aus den verschiedenen Werkstätten und der Film »Lichtenberg«. In Gesprächsrunden berichteten ehemalige Inhaftierte über die Arbeit in unserem Projekt und ihren weiteren Lebensweg.
Das zahlreich erschienene Publikum dankte allen Beteiligten für einen sehr emotionalen Abend mit langem Applaus.


Juni 2013

Grundtvig-Treffen in Berlin


Foto: Wolfgang Stärke

Die im Rahmen des EU-Projektes für lebenslanges Lernen bestehende Lernpartnerschaft von Beteiligten aus fünf Ländern ging mit seinem letzten Treffen in Berlin zu Ende. In der Zeit vom 12. bis 14. Juni 2013 hatten die fast 30 Teilnehmer bei Workshops und in Diskussionen Gelegenheit, bestehende Beziehungen zu vertiefen und neue Partner kennenzulernen.
Der Austausch über die künstlerische Arbeit mit Inhaftierten in den verschiedenen Ländern ermöglichte den Teilnehmern, die unterschiedlichen Bedingungen kennenzulernen. Die Besuche in einer Haftanstalt und der GKG-Abschlussveranstaltung im Grünen Salon waren sicher die Höhepunkte einer ereignisreichen Woche.
Herzlichen Dank an alle Teilnehmer und weiterhin viel Erfolg in der Arbeit!


15. Mai 2013

Abschlussveranstaltung am 14. Juni 2013

Das Projekt »Gefängnis-Kunst-Gesellschaft« endet in diesem Jahr.
Aus diesem Grund führen wir am 14.06.2013 um 18:30 Uhr im Grünen Salon der Volksbühne Berlin eine Abschlussveranstaltung durch, in der wir eine Collage der Arbeit aus drei Jahren präsentieren. Gezeigt wird ein Theaterstück von Inhaftierten aus den Offenen Vollzügen der Jugendstrafanstalt und der Justizvollzugsanstalt für Frauen. Zu sehen ist auch Film- und Fotomaterial sowie Songs und Texte aus den Produktionen der Themen »Vorbilder«, »Würde« und »Entscheidungen«.
In einer von Marion Brasch moderierten Diskussion möchten wir mit dem Publikum über das Wirken unserer Arbeit sprechen.

Der Besuch der Veranstaltung ist nur nach vorheriger Anmeldung und Bestätigung möglich.
Anmeldungen ab sofort unter .


Februar 2013

Buch-Dokumentation »Freispieler – Theater im Gefängnis«

Die Montag Stiftung Kunst und Gesellschaft stellt unser Projekt in Ihrer Dokumentation »Freispieler – Theater im Gefängnis« vor.
Das 96-seitige Buch mit DVD ist auf Anfrage unter zu beziehen.


Januar 2013

Cäsar muss sterben

Im Dezember 2012 begleiteten wir in Kooperation mit »Media Office« die Preview des Films »Cäsar muss sterben« in der Justizvollzugsanstalt für Frauen in Lichtenberg. Der Film, der auf der Berlinale 2012 einen Goldenen Bären erhielt, wurde inhaftierten Frauen gezeigt und mit ihnen besprochen. Im Anschluss daran wurden wir zu einem Interview mit Knut Elstermann eingeladen. Das Gespräch zum Film im Vergleich zu unserer Arbeit wurde bei Radio 1 und mdr Figaro gesendet. Hören Sie hier: www.mdr.de


Dezember 2012

Ausverkauftes Haus und tosender Beifall
für Berliner Gefängnisprojekt

Die Montag Stiftung Kunst und Gesellschaft begleitete und förderte uns 2012 insbesondere in den Trainings mit inhaftierten Frauen in der Justizvollzugsanstalt für Frauen in Pankow. Es entstand der Film »Dornenkronen«, den wir u.a. im September 2012 im Kino BABYLON öffentlich präsentierten. Einen anschaulichen Bericht über unsere Veranstaltung finden Sie im Blog der Montag Stiftung: blog.faktor-kunst.com


27. August 2012

Öffentliche Präsentation am 25. September im BABYLON

Plakat gkg Babylon

»Die Würde des Menschen ist unantastbar – aber sie berührt auch keinen!«
(Gerhard Uhlenbruck)

Würde – Was ist das eigentlich? Gehen Sie würdevoll mit anderen um und wie wollen Sie behandelt werden? Würde – was heißt das eigentlich, wenn man inhaftiert ist? Ist die »Würde« dort (un)antastbar? Inhaftierte Berliner Vollzugsanstalten haben zu diesen Fragen Theaterstücke entworfen, ein Drehbuch entwickelt und einen Film gedreht, Texte geschrieben und Songs aufgenommen.

Premiere des Theaterstücks »Let’s dance!«
von und mit Frauen und Männern aus dem Offenen Vollzug der JSA und der JVAF Berlin

Filmpremiere »Völkerball«
entstanden in der Justizvollzugsanstalt für Frauen (JVAF) Pankow, mit Inhaftierten der JVAF Pankow, der JVAF Lichtenberg und der Jugendstrafanstalt Berlin

Hörspiel
Ausschnitte aus einem Stück von Jugendlichen der JSA Berlin

Diskussion und Fragen an Mitwirkende

BABYLON: Rosa-Luxemburg-Straße 30, Berlin-Mitte
Einlass ab 19:00 Uhr, Beginn 19:30 Uhr, Eintritt: 10,00 € / ermäßigt 8,00 €
Karten im Vorverkauf unter www.babylonberlin.de und an der Abendkasse.

Download Postkarte: Postkarte_Babylon_A5.pdf


27. Juni 2012

Zwischen Transsilvanien und Pankow

Inhaftierte Frauen drehen einen Film


Fotos: Jarek Raczek

Berlin/Bonn. Was würde passieren, wenn die Welt neu aufgeteilt würde? Wenn Königinnen die Macht übernähmen, jede mit einem eigenen Reich? Gäbe es Frieden? Und, wie wäre es um die Würde der Menschen bestellt? Das sind Fragen, mit denen sich sechs langzeitinhaftierte Frauen in der Haftanstalt Berlin-Pankow in den letzten Monaten beschäftigt haben. Jeden Mittwoch treffen sie sich mit professionellen SchauspielerInnen zum gemeinsamen Training. Ein Film soll entstehen. Keine Dokumentation, keine Nabelschau, an einen Spielfilm ist gedacht. Noch steht der Titel nicht endgültig fest, doch die Dreharbeiten haben bereits begonnen.
Das Projekt ermöglichen der Berliner Verein minor und die Bonner Montag Stiftung Kunst und Gesellschaft.

Sie können dazu eine ausführliche Pressemitteilung downloaden.

Weitere Informationen zur Montag Stiftung Kunst und Gesellschaft:
Webseite: www.montag-stiftungen.de/kunst-und-gesellschaft
Blog: blog.kunst-und-gesellschaft.de
Facebook: de-de.facebook.com/MontagStiftungKuG
Twitter: twitter.com/#%21/MSKunst_Bonn


13. Juni 2012

Montag Stiftung Kunst und Gesellschaft

Seit November 2011 werden wir von der Montag Stiftung Kunst und Gesellschaft in unserer Arbeit mit inhaftierten Frauen in der JVAF Pankow begleitet.
Für alle Interessierten gibt es hier Berichte von der Verleihung der Auszeichnungen und einen kleinen Film über uns und die anderen Projekte:
www.montag-stiftungen.de/kunst-und-gesellschaft/


15. Mai 2012

Save the date:
Projektpräsentation am 25. September 2012 (Datum geändert!)


Foto: Benjamin Talsik

Am 25. September 2012 (Datum geändert!) stellen wir Ihnen wieder unsere Arbeit der letzten Monate vor.


27. November 2011

faktor kunst: Auszeichnung und Förderpreis
für »Gefängnis–Kunst–Gesellschaft«

Wir haben es geschafft: Von 837 Bewerbungen der Auslobung Faktor Kunst erhält »Gefängnis–Kunst–Gesellschaft« eine Auszeichnung und die fördernde Begleitung durch die Montag Stiftung Kunst und Gesellschaft.

Durch die Auszeichnung und Förderung wird das Projekt »Gefängnis–Kunst–Gesellschaft – Plus!« ermöglicht: wir können eine zusätzliche Werkstattbühne in der Justizvollzugsanstalt für Frauen beginnen. Am Ende wird gemeinsam mit den Inhaftierten ein Filmprojekt entwickelt und vorgestellt worden sein.

Aus der Entscheidung der Jury:
»Das spartenübergreifende Projekt mit inhaftierten Jugendlichen und erwachsenen Frauen in Justizvollzugsanstalten in Berlin überzeugt durch seine innovative Vorgehensweise und ist konsequent durchdacht. Insbesondere der Ansatz, mit den Ideen, Ressourcen und Fähigkeiten der Inhaftierten zu arbeiten, ist vorbildlich. Die Themen der gemeinsam erarbeiteten Theaterstücke werden konsequent aus deren Bedürfnissen und deren Lebenswelt entwickelt. Dieser partizipatorische Ansatz ist ganz besonders geeignet, das Selbstwertgefühl und die sozialen Kompetenzen der Inhaftierten zu stärken und erhöht deren Resozialisierungschancen.
Die Arbeit des interdisziplinären Teams, bestehend aus Film- und Theaterleuten, MusikerInnen, PädagogInnen und PsychologInnen ist alltagsnah, künstlerisch ambitioniert und sozial engagiert. Insbesondere die Idee, die Welt innerhalb und außerhalb der Haftanstalt durch den Einsatz Neuer Medien miteinander zu vernetzen, war mitentscheidend für die Nominierung. Besonders positiv wird auch die geplante Erweiterung um eine ›Draußen-Werkstatt‹ gewertet, mit der Menschen im offenen Vollzug und Haftentlassene einbezogen werden sollen. Damit besteht eine gute Chance, die Nachhaltigkeit des Projekts zu erhöhen und die getrennten Welten zwischen Gefängnis und offener Gesellschaft miteinander zu verbinden.
Die Montag Stiftung Kunst und Gesellschaft wird dieses spartenübergreifende Projekt über die Auszeichnung hinaus weiter fördern und begleiten.«

Weitere Informationen unter:
www.faktor-kunst.com

und bei
Elisabeth Hoffmann (Projektleitung)